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PKM IN4-9 im Vergleich

PKM IN4-9 im TestBei dem Induktionskochfeld PKM IN4-9 handelt es sich um ein recht günstiges Modell, das aber dennoch über mehrere Funktionen verfügt und sogar einbaufähig ist. Aber kann ein derart preiswertes Gerät wirklich überzeugen? Wir waren skeptisch und haben es gründlich in Augenschein genommen.

Verpackung und Lieferumfang
Das rund elf Kilogramm schwere Kochfeld wurde in einer stabilen Verpackung und mit einer ausreichenden Menge Füllmaterial geliefert, so dass ein sicherer Transport gewährleistet war. Eine detaillierte Anleitung lag ebenfalls bei. Das Gerät hat eine Breite von 57,8 Zentimetern.

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Qualität und Verarbeitung
Dass preiswert keineswegs schlecht sein musst, bewies uns dieses Kochfeld schon in den ersten Minuten unseres Tests. In puncto Verarbeitung stimmt hier nämlich wirklich alles: Die Oberfläche ist sehr hochwertig und perfekt glatt, es gibt keine Unebenheiten, Rissen oder Einkerbungen. Obwohl bei diesem Gerät auf einen umlaufenden Edelstahlrahmen verzichtet wurde, ist mit Absplitterungen kaum zu rechnen. Die vier unterschiedlichen Zonen besitzen zudem eine gut sichtbare Markierung.

Ausstattung und Funktionen
Das Induktionskochfeld PKM IN4-9 besitzt insgesamt vier Kochzonen: Die zwei größeren Zonen haben einen Durchmesser von 210 Millimetern, die zwei kleineren Felder messen 160 Millimeter. Schade: Für einen ovalen Bräter oder eine etwas größere Pfanne ist hier leider kein Platz vorgesehen. Dafür wurde das Kochfeld aber mit einer Power-Funktion ausgestattet, die Flüssigkeiten in Rekordzeit zum Kochen bringen soll. Dieser sogenannte Booster kann für jede einzelne Kochzone aktiviert werden. Insgesamt hat das Gerät eine Leistung von 7200 Watt, wobei die größeren Kochzonen natürlich etwas mehr Energie verbrauchen. Die Aktivierung der Power-Funktion führt zu einer weiteren Erhöhung der Leistung. Sehr gut gefiel uns die Restwärmeanzeige. Sie informierte uns zuverlässig über die verbliebene Hitze, die eine Kochzone eventuell noch abgab, und verhinderte auf diese Weise so manches Malheur. Jede Menge Sicherheit garantiert auch die automatische Abschaltung. Sobald wir einen Topf von der entsprechenden Kochzone genommen hatten, schaltete diese zuverlässig ab. Hier muss also niemand Angst vor seiner eigenen Vergesslichkeit haben, denn die intelligente Technik sorgt vor. Und ganz wichtig: Eine Kindersicherung gibt es natürlich auch.

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Bedienung & Komfort
Eigentlich hätten wir das Kochfeld auch selbstständig anschließen können, denn die ausführliche Anleitung ließ keine Fragen offen. Hier hat sich der Hersteller also wirklich Gedanken gemacht, die einzelnen Schritte und Erläuterungen waren leicht verständlich und sehr detailliert. Trotzdem übernahm aus Sicherheitsgründen natürlich ein Elektriker den Anschluss. Dieser zeigte sich von der Qualität der Anschlüsse sehr begeistert, so dass innerhalb einer halben Stunde alles erledigt war. Dann durften wir uns endlich an die Arbeit machen: Kochfeld einschalten, die gewünschte Kochzone auswählen und die Leistungsstufe einstellen. Sofort nach dem Anschalten lief auch der Lüfter an, das Geräusch erinnerte uns in puncto Intensität und Lautstärke ein wenig an eine Dunstabzugshaube, war aber nicht wirklich störend. Bei diesem Modell verfügt übrigens jede Kochzone über einen separaten Lüfter. Die Sensortasten des Touch-Displays funktionierten hervorragend: Eine leichte Berührung reicht bereits aus, wobei es völlig egal ist, ob die Finger nass sind oder trocken. Den Power-Modus konnten wir übrigens aktivieren, indem wir die entsprechende Taste ein wenig länger berührten. Grundsätzlich ist die Bedienung also sehr einfach. Sogar der Timer lässt sich ganz leicht einstellen, hier muss noch nicht einmal die Anleitung gelesen werden. Es gibt insgesamt neun Leistungsstufen, wirklich regeln lassen sich jedoch nur die Stufen fünf bis neun. Bei den unteren Stufen wird getaktet, das heißt, die Temperatur reguliert sich durch ein ständiges An- und Ausschalten der Zone. Es fiel uns daher ein wenig schwer, einen Topf mit Flüssigkeit für eine gewisse Zeit nur leicht köcheln zu lassen, denn entweder brodelte das Wasser oder es kühlte herunter. Es lohnt aber, ein wenig zu experimentieren, denn irgendwann hatten wir ein Gefühl für die perfekte Einstellung bekommen.

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Aufheizen und Abkühlen
Extrem beeindruckt hat uns die Power-Funktion (Booster), denn sie kann locker mit einem klassischen Wasserkochen mithalten. Und mehr noch: In einem spontanen Vergleich schnitt der Booster sogar deutlich besser ab. Die gleiche Menge Wasser kochte auf dem PKM IN4-9 wesentlich früher als im Wasserkocher. Für besonders Eilige ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Aber auch ohne Booster heizte sich das Kochgeschirr schnell auf. Kein Wunder: Immerhin verfügen die Kochzonen über jeweils 1600 beziehungsweise 2000 Watt. Die Restwärme verflog ebenso flott, mit dem Abkühlvorgang konnten wir also auch absolut zufrieden sein.

Reinigung
Kraftvoll scheuern, bis die Hände schmerzen? Nicht bei diesem Kochfeld! Einen kleinen Klecks Spülmittel auf ein feuchtes Tuch geben, sanft über das Kochfeld wischen und bei Bedarf mit einem trockenen Tuch ein wenig nachpolieren, damit keine hässlichen Streifen und Schlieren zurückbleiben: Mehr ist gar nicht notwendig! Unser Kochfeld wurde rückstandslos und tipptopp sauber, obwohl wir beim Kochen nicht übermäßig vorsichtig waren und so mancher Spritzer danebenging. Wir finden: eine „saubere“ Leistung des Herstellers!

Vorteile
+ Leistungsstarke Power-Funktion
+ Sehr glatte Oberfläche, daher ist das Kochfeld leicht zu reinigen.
+ Mit Restwärmeanzeige und Timer
+ Sensortasten reagieren hervorragend auf Berührung.
+ Integrierte Kindersicherung und Abschaltautomatik
+ Lüftergeräusche nicht übermäßig laut

Nachteile
– Temperaturregulierung der unteren Leistungsstufen erfordert etwas Übung.
– Keine ovale Kochzone für einen Bräter vorhanden

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Fazit
Wer sich ein hochwertiges, aber trotzdem preiswertes Induktionskochfeld zulegen möchte, ist mit dem PKM IN4-9 auf jeden Fall gut bedient. Das Gerät verfügt über sinnvolle Funktionen und bietet Hobbyköchen ein tolles Erlebnis. Die Temperaturregulierung ist zwar anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig, mit der Zeit sollte aber jeder ein Gefühl für die passenden Einstellungen bekommen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mehr als nur in Ordnung, auch wenn auf die Benutzung sehr großer Pfannen oder ovaler Bräter wohl verzichtet werden muss. Trotzdem hat dieses Modell die Bestnote 5 verdient, denn es zählt in seiner Preisklasse eindeutig zu den Besten.

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