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InduFix Domino im Vergleich

InduFix Domino im TestDas Induktionskochfeld InduFix Domino gilt als das ideale Einsteigermodell, denn es ist nicht nur einbaufähig, sondern kann auf Wunsch auch frei aufgestellt werden. Unser Test sollte klären, ob das Gerät eine echte Bereicherung für jede Küche ist.

Verpackung und Lieferumfang
Geliefert wurde dieses Induktionskochfeld zusammen mit einer ausführlichen und anschaulichen Anleitung. Es befand sich in einem sehr stabilen Karton, mehrere Umverpackungen sorgten beim Transport für Bruchsicherheit. Insgesamt bringt das Gerät rund fünf Kilogramm auf die Waage.

Qualität und Verarbeitung
Bei der ersten Begutachtung stellten wir erfreut fest, dass die Oberfläche aus Glaskeramik sehr hochwertig verarbeitet wurde. Sie war absolut glatt und besaß weder Rillen noch Unebenheiten, was nicht nur für den Kochvorgang vorteilhaft war, sondern auch für die spätere Reinigung nach Gebrauch. Das Gehäuse präsentierte sich robust und solide, die Füße sorgten für einen kippsicheren Stand. Irritiert hatte uns anfangs der geringe Abstand zwischen Kochfeld und Sensortasten, da wir befürchteten, dass eventuell überlaufende Flüssigkeit die Funktionstüchtigkeit der empfindlichen Tasten beeinträchtigen könnte. Wie sich später herausstellte, war diese Befürchtung grundlos, ein paar Spritzer oder Tropfen Wasser richten auf den Tasten keinen Schaden an, wirklich „fluten“ sollten Nutzer sie aber natürlich nicht unbedingt.

Ausstattung und Funktionen
Zugegeben: Das Anschlusskabel könnte ein wenig länger sein, 1,5 Meter reichen nun einmal nicht in jeder Küche aus. Davon abgesehen bietet das Induktionskochfeld InduFix Domino aber zahlreiche interessante Funktionen. Ein Highlight ist für uns die automatische Topferkennung, die von einer besonders intelligenten Technik ermöglicht wird. Das Gerät ist natürlich ausschließlich für induktionsfähiges Kochgeschirr geeignet, das eine Größe 12,0 bis 26,0 Zentimetern haben darf. Ausgestattet wurde es mit einer Kindersicherung und einem Sicherheitsschalter, der vor Überhitzung schützen soll. Jede Kochzone verfügt über jeweils acht Leistungsstufen, die mithilfe der Sensortasten („SENSOR Touch-Control-Steuerung“) eingestellt werden können. Außerdem besitzt das Gerät eine praktische Timerfunktion. Der Timer lässt sich in Intervallen von 60 Sekunden steuern, wobei die höchstmögliche Einstellung 99 Minuten beträgt. Vorbildlich fanden wir zudem das sogenannte Green-Power-Feature. Es sorgt dafür, dass das Gerät im Stand-by-Modus weniger als 1,0 Watt verbraucht. Die Gesamtleistung beträgt ansonsten 3100 Watt: 1,8 Kilowatt für das obere Feld und 1,4 Kilowatt für das untere Feld. Nachdem wir uns mit den einzelnen Ausstattungen und Funktionen etwas vertraut gemacht hatten, konnte unser Praxistest starten.

Bedienung & Komfort
Als wir das Induktionskochfeld zunächst frei stehend nutzten, stellten wir etwas erschrocken fest, dass der Lüfter alles andere als lautlos arbeitet. In einer gemütlichen Wohnküche könnte dies unter Umständen störend wirken, vor allem dann, wenn das Gerät eine längere Zeit in Betrieb ist. Wir waren neugierig, ob und wie sich die Geräuschkulisse nach einem Einbau verändert, und ließen das Kochfeld in die Arbeitsplatte ein. Und siehe da: Die Lautstärke war auf einmal wesentlich erträglicher und wurde von unserem Team auch nicht mehr als störend empfunden. Die Sensortasten reagierten einwandfrei und sind extrem empfindlich. Wir mussten sorgfältig darauf achten, dass wir sie nicht versehentlich mit einem Kochlöffel, Geschirrtuch oder Topfhandschuh berührten, da es ansonsten passieren kann, dass Einstellungen unfreiwillig und unbemerkt verändert werden. An die Steuerung der Leistungsstufen mussten wir uns ebenfalls erst einmal gewöhnen. Die drei niedrigsten Stufen laufen nämlich getaktet, was bedeutet, dass sich das Kochfeld permanent und unaufhörlich an- und ausschaltet. Wer also beispielsweise Kartoffeln leicht köcheln lassen möchte, wird bei diesen Stufen seine Schwierigkeiten haben, da beim Ausschalten ja wieder sehr viel Hitze weggenommen wird. Auf der anderen Seite mussten wir aber auch höllisch aufpassen, dass es bei einer Nutzung der vierten Stufe nicht zu einem Überkochen kam. Hier ist also vor allem in der Anfangszeit sehr viel Fingerspitzengefühl erforderlich.

Aufheizen und Abkühlen
Das Aufheizen erfolgte ungewöhnlich schnell, was uns sehr positiv überraschte. Beim späteren Kochen erlebten wir allerdings eine unschöne Überraschung, denn scheinbar sind die integrierten Spulen deutlich kleiner als das markierte Kochfeld. Stellten wir einen Topf mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern auf das vorgesehene Feld, köchelte nur der innere Bereich, während der äußere Bereich nahezu kalt blieb. Hier empfiehlt sich also ein ständiges Umrühren, damit der Topinhalt gleichmäßig erhitzt wird und vor allem der Inhalt im Zentrum nicht einbrennt. Der Abkühlvorgang erfolgte genau wie beim Aufheizen schnell, Nutzer müssen also nicht befürchten, dass unnötig viel Energie verschwendet wird.

Reinigung
Da die Oberfläche, wie eingangs kurz erwähnt, sehr glatt und eben ist, fiel uns die Reinigung des Gerätes angenehm leicht. Ein angefeuchtetes Tuch mit einem Klecks Reinigungsmittel reichte uns vollkommen aus. Rückstände lassen sich hier schnell und sicher entfernen, wer anschließend ein wenig nachpoliert, wird auf dem ansonsten optisch sehr schicken Induktionskochfeld nachher auch keine Schlieren, Streifen oder Wassertropfen sehen.

Vorteile
+ Vielseitig zu verwenden, da einbaufähig und auch frei stehend nutzbar
+ Mit praktischer Timerfunktion
+ Sensortasten reagieren schnell und lassen sich leicht bedienen.
+ Sehr glatte Oberfläche aus Glaskeramik, daher nur ein geringer Pflegeaufwand
+ Verfügt über zwei Kochfelder mit jeweils acht Leistungsstufen.
+ Green-Power-Funktion im Stand-by-Modus
+ Mit Kindersicherung und Überhitzungsschutz

Nachteile
– Lüfter bei frei stehender Nutzung relativ laut
– Integrierte Induktionsspulen sind kleiner als das markierte Kochfeld, daher zum Teil ungleichmäßige Ergebnisse.

Fazit
Wer ein solides Einsteigermodell sucht und keine Ambitionen als Profikoch hat, wird mit dem Induktionskochfeld InduFix Domino auf jeden Fall zufrieden sein. Trotz einiger kleiner Schwächen präsentiert sich das relativ günstige Gerät solide und zuverlässig, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt daher. Für die Bedienung ist jedoch viel Fingerspitzengefühl erforderlich. Dies betrifft zum einen die Einstellung der Leistungsstufen, zum anderen aber auch den teilweise ungleichmäßigen Garprozess, der vermutlich durch zu kleine Spulen hervorgerufen wird. Wer sich an diese Eigenarten gewöhnt hat, kommt mit dem Domino aber sicherlich gut zurecht. Wir vergeben daher die Note 4.

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