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AEG HG HK634200X-B im Vergleich

AEG HG HK634200X-B im TestDas Modell AEG HG HK634200X-B ist ein nicht gerade günstiges Edel-Induktionskochfeld, das über auffallend viele Funktionen verfügt. Ob sich diese auch tatsächlich in der Praxis bewähren und für den Gebrauch in normalen Haushalten nicht etwa zu komplex sind, sollte unser Test unter anderem klären.

Verpackung und Lieferumfang
Das 57,6 mal 51,6 mal 5,5 Zentimeter große Kochfeld erreichte uns in einem robusten Karton und mit einer ausreichenden und sicheren Transportverpackung. Eine ausführliche Beschreibung, die auch eine Montageanleitung enthielt, lag der Verpackung bei.

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Qualität und Verarbeitung
Obwohl AEG ja bekanntermaßen zu den Top-Markenherstellern gehört, erstaunte uns die extrem hochwertige Verarbeitung dieses Kochfeldes doch ein wenig. Das Gerät wirkt außerordentlich edel und ansprechend, was unter anderem auch an dem sogenannten OptiFit Frame-Edelstahlrahmen liegt, der das Kochfeld komplett umläuft. Der schützt nämlich nicht nur die Glaskeramik-Oberfläche, sondern verleiht auch gleichzeitig dem gesamten Gerät einen überaus kostbaren und fast schon stylischen Touch. Markierungen und Bedienelemente sind übersichtlich und gut erkennbar, die pechschwarze Oberfläche ist hundertprozentig glatt und eben.

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Ausstattung und Funktionen
Beim Verfassen dieses Abschnittes mussten wir aufpassen, dass wir nicht die Übersicht verlieren, so umfangreich ist das Spektrum an Funktionen und Features. Da wäre beispielsweise die Power-Funktion, die für alle vier Kochzonen verfügbar ist und sich gerade für Menschen, die nicht viel Zeit für die Zubereitung der Mahlzeiten haben, anbietet. Ein großes Lob gibt es von uns auch für die Funktion „Stop and Go“, die jederzeit eine kurze Unterbrechung des Kochvorgangs ermöglicht. Die Platte wird dabei nicht komplett ausgestellt, sondern sie schaltet auf „Warmhalten. Ein zweiter Tastendruck sorgt dafür, dass der Kochvorgang mit den ursprünglichen Einstellungen wieder fortgeführt wird. Des Weiteren wurde das Gerät mit einem Timer und Kurzzeitwecker ausgestattet (bis zu 99 Minuten), der in unserem Test jederzeit tadellos funktioniert hat. Es gibt eine Verriegelungsfunktion, die eine versehentliche Veränderung der Einstellungen verhindert, und eine Restwärmeanzeige. So wussten wir immer genau, welche Kochzone noch warm genug ist, um beispielsweise Speisen für den nächsten Gang vor dem Auskühlen zu bewahren. Und nicht zu vergessen natürlich: die automatische Topferkennung und die Touch-Control-Berührungssensoren, die wirklich hervorragend auf Berührungen reagierten, selbst wenn die Finger nicht ganz trocken waren.

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Bedienung & Komfort
Anschluss und Einbau funktionierten schnell und reibungslos, auf die Hilfe eines erfahrenen Elektrikers sollte im eigenen Interesse aber nicht verzichtet werden. Zu unseren ersten Testhandlungen gehörte dann gleich das Ausprobieren der Power-Funktion, die uns fast vom Hocker gehauen hätte. Um rund zwei Liter Wasser zum Kochen zu bringen, benötigte das Kochfeld bei eingeschalteter Power-Funktion lediglich zwei Minuten! Hier ist nicht nur ein klassisches Ceranfeld deutlich langsamer, sondern auch ein professioneller Gasherd. Dank der hochmodernen und sehr intuitiv zu bedienenden Sensortasten kamen wir mit den übrigen Einstellungen von Anfang an ebenfalls hervorragend zurecht. Der Lüfter erschien uns in den ersten Minuten etwas laut, wer sich aber erst einmal an das monotone Brummen gewöhnt hat, wird es später kaum noch wahrnehmen. Sehr gut gefiel uns die Tatsache, dass die jeweilige Kochzone bei eingeschaltetem Timer sofort und automatisch abgeschaltet wird, wenn die Zeit um ist. In diesem Fall ertönte dann zusätzlich ein Klingelton, der uns auf die Beendigung des Kochvorganges hinwies. Ein ähnlicher Ton erklang übrigens auch dann, wenn wir aus Versehen einen Kochlöffel oder einen Topflappen auf die Sensortasten gelegt hatten. Etwas vermisst haben wir eine ovale Kochzone für einen Bräter: Die größte Kochzone vorne links hat einen Durchmesser von 21 Zentimetern, was für sehr große Pfannen oder eben Bräter leider nicht ausreicht.

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Aufheizen und Abkühlen
Das Aufheizen funktionierte grundsätzlich sehr schnell, auch wenn wir auf die Power-Funktion verzichteten. Das Kochfeld wird dabei nur leicht lauwarm, so dass Spritzer oder überlaufende Flüssigkeiten nicht einbrennen können. Schalteten wir eine Kochzone ab, ließ auch schlagartig und nahezu gleichzeitig das „Brutzeln“ oder „Köcheln“ nach, hier wird also keineswegs unnötige Energie verschwendet.

Reinigung
Glasschaber, scharfe Reinigungsmittel oder andere aggressive Reinigungsmethoden sind bei diesem Modell glücklicherweise überflüssig. Ein weicher und feuchter Lappen mit einem Spritzer Glasreiniger oder Spülmittel reicht normalerweise aus, wir konnten damit alle Flecken restlos beseitigen. Sollte jemand doch mit hartnäckigen Rückständen zu kämpfen haben, stehen im Handel entsprechende (sanfte) Spezialmittel für Glaskeramik-Oberflächen zur Verfügung. Da es jedoch nicht zu einem Einbrennen von Flüssigkeit kommen kann, ist die Verwendung solcher Spezialmittel unserer Meinung nach gar nicht notwendig.

Vorteile
+ Erstklassig verarbeitet und äußerst hochwertig
+ Mit Power-Funktion, Timer und Kurzzeitwecker
+ „Stop and Go“-Funktion ermöglicht eine kurze und spontane Unterbrechung des Kochvorgangs.
+ Vielfältige und präzise Einstellungsmöglichkeiten
+ Schnelles Aufheizen und Abkühlen
+ Sehr elegante und edle Optik

Nachteile
– Es gibt keine ovale Kochzone für einen Bräter.

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Fazit
Das Induktionskochfeld AEG HG HK634200X-B ist eine Klasse für sich: Optisch ein eleganter Hingucker, qualitativ äußerst hochwertig und funktionell von A bis Z durchdacht. Der relativ hohe Preis ist daher absolut gerechtfertigt. Wer sich für dieses Modell entscheidet, darf sich künftig über ein einzigartiges Kocherlebnis freuen, zumal das schnelle Aufheizen und Abkühlen auch noch jede Menge Energie spart. Dass das Kochfeld nur runde Kochzonen umfasst und auf eine Markierung für einen Bräter verzichtet, ist eine Tatsache, mit der wir und sicherlich auch alle Hobbyköche gut leben können. Von uns gibt es in diesem Fall auch ganz klar die Bestnote 5.


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